Petra Irmscher – Ihre Gartendesignerin in Essen
Von der Garten-Entdeckerin zur Garten-Designerin
Im Garten bin ich ganz in meinem Element. Schon als Kind zog ich Spaten und Gießkanne den üblichen Puppen oder Bauklötzen vor. Stundenlang beobachtete ich alles um mich herum.
Im Garten gibt es immer Faszinierendes zu entdecken!
- Ein Farnblatt entrollt eine perfekte Spirale.
- Eine dicke Hummel verschwindet im Fingerhut und kommt mit einem Beinkleid aus gelben Blütenpollen wieder heraus.
- Eine zarte Ahnung von Grün durchbricht die Erdkruste, wo ich einen Samen hineingetan hatte.
- Und dann die Ernte: Knackige Äpfel und pelzige Stachelbeeren, saftige Birnen, grüne Bohnen und Erbsen – längst nicht alles landet(e) da im Sammeleimer!
Philosophie einer Gartendesignerin
Tun oder Nichtstun – im Garten genießen wir beides
Ob wir in der Erde wühlen oder uns selbst erden wollen – ein Garten gibt uns den Raum dafür. Hier dürfen wir sein. Genießen und loslassen. Einfach so. Ob beim Tun oder Nichtstun – die Natur fragt nicht nach Gründen. Was wollen Sie in Ihrem Garten genießen?
Erzählen Sie mir von Ihrem Garten-Traum
Tausche Schreibtisch gegen Garten!
Im ersten Berufsleben war ich Industriefachwirtin – und in jeder freien Minute Hobby-Gärtnerin. Bis die Idee aufkeimte, mich als Gartendesignerin selbstständig zu machen. Um dafür den Boden zu bereiten, ging ich nach England: Hier wird Gartenkunst gelebt und gefeiert! Schmucke Cottage-Gärtchen, weitläufige Landschaftsgärten – da geht der angehenden Gartendesignerin das Herz auf.
Lernen von den Großen
Bei meinen Studien am London College of Garden Design (LCGD) blühte ich auf. Ich lernte von Garten-Koryphäen wie den mehrmaligen Gewinnern der Chelsea Flower Show Andrew Wilson, Andrew Fisher-Tomblin und Mark Gregory. Gebannt lauschte ich Vorträgen von namhaften Gartendesignern wie Paul Hensey und James Hitchmough. Und dank des weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekannten Peter Thurman sehe ich Rosen mit anderen Augen.
Die Lerninhalte am LCGD waren so fundamental wie vielfältig:
- Gärten mit analogen und digitalen Hilfsmitteln ausmessen.
- Unterlagen von Ämtern anfordern.
- Pflanzen nach Pflanzplänen aufstellen.
- In Steinbrüchen verschiedenen Material-Qualitäten anfassen.
- Kleine und große Gärtnereien und Baumschulen auskundschaften.
- Geeignete Werk- und Baustoffe auswählen.
- Klimatische Bedingungen abwägen.
- Eine sinnvolle Raumordnung aushecken.
- Und vor allem: Alles aufmerksam anschauen!
Englische Gärten in Nordrhein-Westfalen
Fast wie in England fühlte ich mich in der Gärtnerei von Peter Janke in Hilden. Bei ihm durfte ich neben deutschen Gärten auch meine Liebe zum Englischen Garten weiter pflegen.
Stauden zum Staunen
In der Staudengärtnerei von Stefan Schuster in Essen-Heidhausen bekam ich die wunderbare Chance, mich noch intensiver mit Stauden, Sträuchern und Gehölzen zu beschäftigen. Variantenreich und anpassungsfähig lassen sie Gärten sogar im tiefsten Winter oder bei langer Trockenheit lebendig und schön aussehen.
Erst schauen, dann bauen
Das aufmerksame Um-sich-schauen ist mir als Gartendesignerin bis heute eigen. Die individuelle Umgebung, Haus, Landschaft, Klima und besonders die Menschen, die den Garten beleben, – alles fließt in meine Gartenkonzepte ein. Die präzise Pflanzplanung ist sehr arbeitsintensiv. Aber sie ist der wichtigste und spannendste Schritt auf dem Weg zu Ihrem erstaunlich schönen Garten.







